Sonnenfreunde Sonderheft Nudists Magazines 118, 119, 139, 149

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Sonnenfreunde Sonderheft Nudists Magazines 118, 119, 139, 149

Sonnenfreunde Sonderheft Nudists Magazines 118, 119, 139, 149

Title: Sonnenfreunde Sonderheft Nudists Magazines 118, 119, 139, 149
Numbers: 118, 119, 139, 149
Format: .JPG
Size: 219.7 MB

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Mit Zähnen und Klauen
»Hei, alter Herr. . .«

Sonnenfreunde Sonderheft Nudists Magazines

Ungenügend in Mathe
Tollerant – Sie wissen nicht, was das Wort »tollerant« bedeutet? Schlimm, sehr schlimm – es wird schlimm mit Ihnen enden, was für eine Bildungslücke . . .
Sieben Jahre war ich alt oder auch acht. Was damals auf mich zukam, war entweder »Pfui Deiwel!« oder »Toll«! »Pfui Deiwel!« knurrte ich, wenn ich auf dem glitschigen Bassinrand unseres FKK-Zentrums ausgerutscht war – »toll!« fand ich es, sobald die Eltern eine Taschengelderhöhung genehmigten . . . und derweil mir damals das Wort »tolerant« querkam, ohne daß ich es je geschrieben gelesen hätte, fand ich es »sehr intollerant«, als ich mit meiner »Ungenügend« in Mathe nach Hause kam und mir das Taschengeld daraufhin gekürzt wurde; und was mußte das Gegenteil von »toll« sein? »Intollerant« natürlich.

Rostendes Geld
Die Jahre sind vergangen, ich bin alt geworden, schon trage ich späte 19 Jahre auf meinem zarten Buckel, ich kreise im Wirbelsturm der Zeit: zwischen Schule und jahrgangsgerechter Erotik bzw. Enttäuschung, zwischen FKK-Zentrum und Minus-Signalen in Mathe, dennoch umkräuselt von philosophischen Aufschwüngen.
Bertram heißt er, fünf Jahre älter als ich ist er, im Nebenhaus wohnt er, sein Sandkasten war auch meiner, »gehabt« haben wir nie was miteinander, gemocht haben wir uns immer schon; daher mag es wohl erklärbar sein, daß ich ihm Geld lieh, weil ich zufällig welches hatte. Ihm war ein Geschäft durch die Binsen gegangen – er handelt inzwischen mit gebrauchten Autos -, und mir war zur Zeit keine Gelegenheit quergekommen, mein zufällig bei mir rostendes Geld sinnlos auszugeben.
Machte es Sinn, es ihm zu leihen? Das hab ich mich hinterher gefragt. Er wird es mir wiedergeben, keine Frage, er ist im gleichen FKK-Verein wie ich, wir laufen uns dauernd übern Weg, er ist ein ehrlicher Typ.

Im Hinterstübchen
Jedoch: War es richti g, ihm das Geld zu leihen? Denn im Hinterstübchen meines Gehirns werkelt da was: er hat gesagt, als ich ihm das Geld gab, er fände das »äußerst menschlich« von mir, und natürlich sind mir daraufhin vor Stolz sämtliche Kragen, die ich nicht umhabe, geplatzt: w i e tolerant ich doch sei. B i n ich es? Das ist die Frage: Sein oder Nichtsein, ich stellte mir die Frage zwischen Schule und Bushaltestelle (hat Hamlet je sowas an solcher Stelle getan? Nie!). Und irgendwie kam ich zu dem Ergebnis, daß ich mich eigentlich nur genüßlich in einem vordergründigen Toleranz-Gefühl suhle, während es doch weit vernünftiger gewesen wäre, den »älteren Bruder« erst mal zu hinterfragen, warum er denn so unvernünftige Schulden gemacht habe . . . oder gehört zur Toleranz auch, nicht zu fragen, und selbst den Nächststehenden in einem saublöden Strain ungefragt auch noch zu stützen? Tolleranz, oh, Toleranz, was für ein schwerer Job bist du.

Bettler vom Dienst
Ich bin FKK-begeistert – ich verteidige den FKK-Gedanken mit Zähnen und Klauen, weil ich ihn für d e n sozialen Gedanken, abseits jeglicher Partei halte -, und ca. 50 Meter von meinem Elternhaus entfernt, am Kirchenportal, hockt der Bettler vom Dienst. Sein Gesicht wechselt. Vielleicht wird der Platz turnusmäßig weitervermietet. Warum weiß ich, daß Bertram Bertram heißt, aber den Namen des Bettlers kenne ich nicht? Ich bin tolerant, weil sein Gesicht ja doch öfters wechselt, und weil ich sowieso, wenn ich vorüberkomme, stets mindestens einen Zehnerl in seinen Hut werfe. Bin ich tolerant? Bin ich menschlich? Was bin ich?

Pseudo-Opa
Wir erwarten und fordern von unseren Mitbürgern Toleranz im Umgang mit uns FKKlern.
Bin ich tolerant gegenüber Bertram? Bin ich tolerant gegenüber »unserem« Bettler?

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